Bundesamt für Naturschutz

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Veröffentlichungen

Biodiversität in Eichenwirtschaftswäldern

Tim Ziesche, Ralf Kätzel und Steffen Schmidt

Um den Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt, der durch unterschiedliche Bewirtschaftung von Eichenwäldern erbracht werden kann, auf wissenschaftlicher Grundlage abschätzen zu können, hat das BfN einen Forschungsauftrag an das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) vergeben. Es wurden exemplarisch Bestandes- aber auch Einzelbaumstrukturen erfasst und deren Einfluss auf die eichenwaldtypische Biozönose untersucht. Durch Analyse der Zusammenhänge zwischen zoologischer und botanischer Artenausstattung und den Strukturparametern von Bestand und Einzelbäumen sind wesentliche Schlüsselstrukturen identifiziert worden. Die Autoren haben daran anknüpfend insbesondere auch eine Ableitung zu empfehlender Naturschutz- und zugleich praxisorienterter Bewirtschaftungsstandards in bodensauren Eichen-(Misch)-Wäldern vorgenommen. Die Ergebnisse werden mit dem vorliegenden Heft vorgestellt.

 

Naturschutzbrachen im Ackerbau

Gert Berger, Holger Pfeffer

Dieses Handbuch gibt eine praxisnahe Anleitung für den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere in der Agrarlandschaft. Es gibt sowohl Landwirten und Beratern als auch Planern und Behörden einen Leitfaden an die Hand, wie mit geringem Flächenaufwand sehr hohe Naturschutzwirkung erzielt werden kann. Unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse landwirtschaftlicher Betriebe werden die weniger ertragreichen oder anderweitig problematischen Teile der Äcker durch Naturschutzbrachen zu wichtigen Lebensräumen der biologischen Vielfalt entwickelt.

Naturschutzstandards für den Biomasseanbau

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Kolja Schümann, Jan Engel, Karin Franke, Andreas Huth, Rainer Luick und Florian Wagner

Beim Thema Erneuerbare Energie aus Biomasse, verschärfen sich regionale Nutzungs- und Naturschutzkonflikte zusehends. Die Frage nach „Spielregeln“ für ein naturverträgliches Maß an Biomasseanbau gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund ambitionierter Ausbauziele für die Bioenergienutzung in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der Studie wurden die Auswirkungen des Biomasseanbaus auf die Natur und Landschaft exemplarisch für fünf Modellregionen analysiert. Des Weiteren stellt der Bericht eine gutachterliche Bewertung zur Eignung und politischen Durchsetzbarkeit von in der Diskussion befindlichen Naturschutzstandards für den Biomasseanbau dar.

Möglichkeiten und zukünftige Erfordernisse einer Einbeziehung von Landnutzung in den Emissionshandel unter Berücksichtigung der Beziehung zur Biodiversität

Ulrich Stachow, Armin Werner, Eckhard Rehbinder, Achim Schäfer, Johan Couwenberg und Wendelin Wichtmann

 BfN-Skript 291 Möglichkeiten und zukünftige Erfordernisse einer Einbeziehung von Landnutzung in den Emissionshandel (pdf-Datei 430 KB)

Obwohl die Landwirtschaft für die Freisetzung von klimarelevanten Gasen in signifikantem Umfang verantwortlich ist, sind zurzeit in Deutschland praktisch keine Steuerungs- und Anreizinstrumente wirksam, die die landwirtschaftlichen Emissionen begrenzen würden. Dies bildete den Ausgangspunkt der Studie, die die Möglichkeiten der Einbeziehung einer naturverträglichen Landwirtschaft in den europäischen Emissionshandel untersucht hat. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass gerade naturverträgliche Formen der Landnutzung, wie Grünlandbewirtschaftung und Wiedervernässung von Mooren, ein großes Potential besitzen, gleichermaßen zur Erreichen von Klimaschutz- und Biodiversitätszielen beizutragen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und verfügbaren Instrumente erlauben gegenwärtig jedoch eine Einbeziehung der Landnutzung, insbesondere der Landwirtschaft, in den Emissionshandel nur in sehr begrenztem Umfang. Daher berücksichtigt die Studie auch weitere Instrumente, bspw. im Rahmen des Ordnungsrechts und der EU Agrarförderung, um Synergien von Natur- und Klimaschutz zu stärken. 

Der Einfluss veränderter Landnutzung auf Klimawandel und Biodiversität

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Christina von Haaren, Wiebke Saathoff, Tina Bodenschatz und Martin Lange

Der derzeit prognostizierte Klimawandel wird für Natur und Landschaft ebenso wie für die Landnutzung tiefgreifende, wenn auch noch nicht in allen Details und Konsequenzen absehbare Folgen haben. Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Einfluss veränderter Landnutzungen auf Klimawandel und Biodiversität“ wurden umfassende Informationen zu den bereits feststellbaren und erwarteten Auswirkungen des Klimawandels zusammengetragen. Einen weiteren Schwerpunkt des Buches bildet die Darstellung der Klimaschutzwirkungen der wichtigsten Ökosystemtypen in Mitteleuropa sowie ihrer unterschiedlichen Nutzungen. Dabei wird insbesondere auf Reduktions- und Minderungspotentiale hingewiesen. Synergien und potentielle Konflikte zwischen den Zielen des Naturschutzes und des Klimaschutzes im Bereich Landnutzung werden gesondert diskutiert. Zur Verfügung stehende Instrumente werden im Kontext einer Mobilisierung ungenutzter Potentiale analysiert und Empfehlungen zu deren Weiterentwicklung erarbeitet. Die Ergebnisse des Vorhabens beruhen auf einer intensiven Literaturrecherche sowie auf Gesprächen und Diskussionen mit Fachleuten.

Naturschutzfachliche Optimierung des Ökologischen Landbaus "Naturschutzhof Brodowin"

Titelblatt

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Karin Stein-Bachinger, Sarah Fuchs, Frank Gottwald et al.

Der Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dem Ökologischen Landbau mit seinem hohen Naturschutzpotenzial kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Wo aber entstehen im Ökologischen Landbau überhaupt wesentliche Konflikte mit Naturschutzzielen und wo lohnt es sich, auf diese einzugehen? Welche Maßnahmen können die Lebensbedingungen der typischen Fauna und Flora der Agrarlandschaft langfristig erhalten und fördern? Welche Kosten entstehen für den Betrieb und wie sind auftretende Probleme zu lösen? Mit dem ‚Naturschutzhof Brodowin Projekt’ werden Antworten auf diese Fragen gegeben.

Folgende Themen standen im Vordergrund:


  • Ermittlung von Konflikten zwischen Naturschutzzielen und Ökologischem Landbau und Erarbeitung von Vorschlägen zur Konfliktlösung.
  • Erprobung und Bewertung naturschutzfachlich optimierter Ackerbauverfahren auf gesamtbetrieblicher Ebene.
  • Etablierung, Nutzung und Pflege von Landschaftsstrukturen
  • Ableitung geeigneter Indikatoren, Maßnahmen und Erfolgskontrollen sowie Empfehlungen für die Neugestaltung von Agrarumweltprogrammen.
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Vermittlung der Idee „Naturschutzhof“

Das Buch bietet allen, die sich mit Fragen zur Integration von Naturschutzzielen in die landwirtschaftliche Praxis beschäftigen, ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Informationen, Anregungen und praktischen Beispielen.


Waldbau und Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels aus Sicht des Naturschutzes

Titelblatt der Veröffentlichung

Albert Reif, Ulrike Brucker, Raffael Kratzer, Andreas Schmiedinger, Jürgen Bauhus (2010):

 BfN- Skript Waldbau und Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels aus Sicht des Naturschutzes (pdf-Datei 3,2 MB)

Der prognostizierte Klimawandel stellt für die Forstwirtschaft eine große Herausforderung dar. Damit Wälder an veränderte klimatische Bedingungen angepasst und negative Auswirkungen abgemildert werden können, müssen geeignete waldbauliche Anpassungsstrategien umgesetzt werden. Zentrale Fragen im Bezug auf den Wald sind die zukünftige Baumartenzusammensetzung und die Art und Weise der Bewirtschaftung, von der die gewünschte Anpassung erwartet wird.

In dem Abschlussbericht wurden die Ziele und Umsetzungsstrategien der Landesforstverwaltungen bzw. Landesforstbetriebe und die Perspektiven des amtlichen und nicht-amtlichen Naturschutzes analysiert sowie Konfliktfelder und Synergiebereiche identifiziert.


Der Wald-Wild-Konflikt

Titelseite Veröffentlichung "Der Wald-Wild-Konflikt"

Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke, Stefan Wagner (2010)

In dem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Arbeitgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) initiierten Sachverständigengutachten wurden ökologische und ökonomische Risiken analysiert, die sich aus der gegenwärtig im weit überwiegenden Teil Deutschlands üblichen Schalenwildbewirtschaftung für Waldökosysteme ergeben.

Es werden vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge Lösungsansätze vorgeschlagen, wie die Probleme gelöst oder zumindest entschärft werden können.

Das Gutschten ist auf der Seite des Universitätsverlags Götting zum downloaden verfügbar:

 "Der Wald-Wild-Konflikt-Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge"


Naturschutz im Ökolandbau -Englischsprachiges Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Raum

Deckblatt der Veröffentlichung

Karin Stein-Bachinger, Sarah Fuchs (2008).

 "Nature Conservation in Organic Agriculture" in englischer Sprache, pdf-Datei, 3,95MB

Die im Handbuch enthaltenen Empfehlungen basieren auf im Rahmen eines fünfjährigen E+E Projekts "Naturschutzhof Brodowin" erarbeiteten Ergebnisse. Dabei wurden in Deutschland erstmalig in enger Kooperation mit einem Ökobetrieb großflächig naturschutzfachliche Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Ackerbau und Landschaftsstukturen zur Integration in den Betriebsablauf erprobt und wissenschaftlich untersucht. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Ökobetrieb, Wissenschaftlern und Behörden war es möglich, die unterschiedlichen Zielstellungen bzw. Notwendigkeiten aus naturschutzfachlicher sowie betrieblicher Sicht umfassend zu diskutieren, in der Praxis zu überprüfen und Kompromisse zu erarbeiten.

Die zusammengetragenen Erkenntnisse sollen anderen Landbewirtschaftern als Vorbildfunktion dienen, um ebenfalls diese erfolgreichen Maßnahmen im eigenen Betrieb umzusetzen. Für das Praxishandbuch ‚Naturschutz im Ökolandbau’ wurden alle wesentlichen Ergebnisse aus dem E+E Projekt mit Experten aus Praxis, Beratung, Verwaltung, Politik und Wissenschaft diskutiert und in nutzerfreundlicher Form aufbereitet.

In 20 kurz gefassten Maßnahmensteckbriefen werden Hinweise zu Umsetzung, Technikbedarf, Ertrags- und Qualitätsverlusten, Risiken und Problembehandlung sowie Pflege- und Nutzungskonzepten gegeben. In 17 Artsteckbriefen werden außerdem typische Tier- und Pflanzenarten der Feldflur, ihre Lebensraumansprüche, Schutzbedürfnisse und artbezogen geeignete Maßnahmen vorgestellt. Mit Hilfe des Handbuches kann der Nutzer schnell ersehen, wie er entweder auf dem Betrieb vorhandene Tier- und Pflanzenarten gezielt fördern oder flächenbezogen geeignete Maßnahmen auswählen kann und welche betriebswirtschaftlichen Konsequenzen dies hat. Längerfristige Bewirtschaftungspläne können entsprechend individuell gewählter Naturschutzziele entwickelt werden.

Aufgrund der großen Nachfrage aus dem Ausland  wurde das 2008 in Deutsch veröffentlichte Praxishandbuch nun auch ins Englische übersetzt. Die deutsche Version ist bei der  Bioland Verlags GmbH direkt zu bestellen.

In Kürze werden in einem 400 seitigen wissenschaftlichen Fachbuch die gesamten Projektergebnisse dargestellt.


Arbeitspferde im Naturschutz

Titelblatt Veröffentlichung

Peter Herold, Jutta Jung und Rheinhard Scharnhölz (2009):

 BfN-Skript "Arbeitpferde im Naturschutz", pdf-Datei, 5,2 MB

Das neue BfN-Skript "Arbeitspferde im Naturschutz"das im Rahmen der "PferdeStark 2009" vorgestellt wurde, beschreibt anschaulich Möglichkeiten und Anwendungsbeispiele, wie Arbeitspferde im Naturschutz und in der Landschaftspflege in Kombination mit innovativer Technik eingesetzt werden können.

Ziel ist es, mit der Broschüre die Möglichkeiten des modernen Einsatzes von Arbeitspferden im Naturschutz bekannter zu machen und damit eine breitere Anwendung entsprechender Techniken im Naturschutz zu unterstützen. Die Bandbreite des Einsatzes von Arbeitspferden in der Kulturlandschaft reicht dabei von Offenland über Wald bis hin zur Umweltbildung. Für den  Naturschutz erschließen sich durch den Einsatz von Arbeitspferden sehr interessante Anwendungsfelder, denn er ist in hohem Maße naturschutzkonform und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der einheimischen Kaltblutpferderassen, die fast ausnahmslos als gefährdet eingestuft sind.

In der von der Interessensgemeinschaft Zugpferde e.V. im Auftrag des BfN erarbeiteten Broschüre werden die Möglichkeiten und Vorteile des modernen Einsatzes von Arbeitspferden im Naturschutz zusammengefasst. Es werden konkrete Hilfestellungen beschrieben, wie der moderne Einsatz von Arbeitspferden im praktischen Naturschutz und darüber hinaus (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Kommunaldienst) befördert werden kann. Die Einsatzmöglichkeiten werden durch Beispiele aus der Praxis anschaulich untersetzt, zu denen dann auch die jeweiligen Ansprechpartner benannt werden.

Erste Untersuchungen laufender Naturschutzprojekte mit Arbeitspferdeeinsatz sowie erfolgversprechende Forschungsergebnisse weisen deutlich darauf hin, dass der Einsatz von Arbeitspferden ein erhebliches Potential für den praktischen Naturschutz, aber auch für den Umweltschutz insgesamt birgt, etwa bei der Holzernte oder bei der Mahd ansonsten tritt- und verdichtungsempfindlicher Flächen, wie beispielsweise Feuchtwiesen, Großseggenriede oder Pfeifengraswiesen.

Eine breitere Anwendung dieser die Natur, das Klima, den Boden und Ressourcen schonenden Wirtschaftsweise im praktischen Naturschutz und der naturverträglichen Form der Landschaftspflege, die zudem dazu dient, alte Haustierrassen zu erhalten, ist daher wünschenswert. 


Kurzfassung der Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme

Frieder Thomas, Katrin Denzel, Elisabeth Hartmann, Rainer Luik und Kristin Schmoock

 BfN-Skript Kurzfassung der Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme, pdf-Datei, 2,1 MB


  • Wichtige Grundlage für weitere Entwicklungen der Agrarumweltförderung
  • Agrarumweltprogramme bei Reform der Agrarpolitik 2013 stärken

Das Skript beschreibt eine aktualisierte Zusammenstellung der Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme der Bundesländer. Es gibt einen benutzerfreundlichen Überblick darüber, welche Maßnahmen angeboten und gefördert werden. Eine Aktualisierung war notwendig, da die ELER-Verordnung der Europäischen Union, die die neue Förderperiode einleitete, einen völlig neuen Rahmen für die EU-kofinanzierten Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme vorgegeben hat.

Dies führte zu erheblichen Veränderungen in den Agrarumwelt- und Naturschutzprogrammen, die in Deutschland aufgrund der föderalen Struktur von den Bundesländern gestaltet werden. Gleichzeitig haben die Bundesländer bei der Überarbeitung ihrer Programme auf die Ergebnisse der Evaluierungen, auf positive wie negative Erfahrungen (Akzeptanz, Effizienz etc.) sowie auf veränderte finanzielle Spielräume reagiert.

Das Skript gibt eine Bewertung der Programme der Bundesländer wieder und es wird deutlich, dass das Instrument der Agrarumweltförderung im Zuge der anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik inhaltlich und auch finanziell ausgebaut werden sollte, um den im Health Check identifizierten neuen Herausforderungen gerecht werden zu können. Denn ausreichende Ausstattung und Verlässlichkeit der Agrarumweltförderung sind immens wichtig, um Landwirtinnen und Landwirten, die sich im Natur- und Umweltschutz engagieren und damit Leistungen für die Gesellschaft erbringen, Planungssicherheit zu geben.

 



Titelblatt Veröffentlichung

Institut für Agrarökologie und Biodiversität, Dr. Rainer Oppermann (Hrsg. , 2009):

 Broschüre Gemeinsame Agrarpolitik: Cross Compliance und Auswirkungen auf die Biodiversität
Ergebnisse eines Forschungsprojektes und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik

Die Broschüre zeigt anhand experimenteller Untersuchungen und der Auswertung von Daten aus Langzeitversuchen Auswirkungen der derzeitigen Cross Compliance Verpflichtungen auf die biologische Vielfalt in Agrarökosystemen.

Es werden Aussagen zu drei Themenkomplexen getroffen:

  • Auswirkungen der Mindestpflegeverpflichtungen,
  • Erhaltungsverpflichtungen von Grünland und Sicherung seiner ökologischen Qualität,
  • Sicherung und Erhaltung von Ackerflächen mit hoher Biodiversität.

English version:
 Common Agricultural Policy: Cross-Compliance and the Effects on Biodiversity
Results of research project and recommendations for the further developement of the agricultural policy



Titelbild der Veröffentlichung: Analyse von Agrarumweltmaßnahmen.

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THOMAS, F., HARTMANN, E., LUICK, R. und POPPINGA, O. (2004):

Analyse von Agrarumweltmaßnahmen.
Abschlussbericht des F+E-Vorhabens "Agrarumweltmaßnahmen in der Bundesrepublik Deutschland. Analyse der Umsetzung aus Sicht des Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutzes: Effektivität, Schwachstellen, weitere Entwicklung" des Bundesamtes für Naturschutz

Naturschutz und Biologische Vielfalt 4
190 Seiten, 16,00 Euro
ISBN 3-7843-3904-2

Agrarumweltmaßnahmen haben sich seit Anfang der 1990er Jahre zu einem immer wichtigeren Standbein der Agrar(umwelt)politik entwickelt. Parallel zu diesem Bedeutungszuwachs wurden jedoch zunehmend konzeptionelle Defizite der Agrarumweltprogramme offensichtlich und damit eine kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit ihrer Maßnahmen gefordert. Die EU will diesen Evaluierungs- und Anpassungsprozess künftig noch verstärken.

Dieser Aspekt wird durch die vorliegende Studie aufgegriffen. Aufbauend auf einer Synopse der Inhalte aller Agrarumweltprogramme in Deutschland werden die ihnen zugrunde liegenden Maßnahmen auf der Grundlage der VO (EG) 1257/99 einer methodisch fundierten Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen. Besonderes Augenmerk ist auf ihre Wirksamkeit aus naturschutzfachlicher Sicht gerichtet. Es wird jedoch nicht nur auf die Ziel-Mittel-Beziehung abgestellt, sondern auch die jeweilige Inanspruchnahme durch die Landwirte berücksichtigt. Gerade die Bewertung der Maßnahmen im Bereich des Arten- und Biotopschutzes erweist sich hier als ausgesprochen vielschichtig.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass es einer deutlich stärkeren Differenzierung der Maßnahmen sowie einer flexibleren Anpassung des zur Verfügung stehenden Instrumentariums an die lokalen Bedingungen bedarf, damit Agrarumweltmaßnahmen nachhaltig wirksam sein können. Darüber hinaus sollten sie gezielt durch Maßnahmen aus anderen Bereichen - wie z.B. den Aufbau von Vermarktungsstrukturen, Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen - flankiert werden. Besondere Bedeutung kommt der kohärenten Ausgestaltung aller auf Natur und Umwelt direkt oder indirekt einwirkenden Instrumente zu, um Synergien zu nutzen, vor allem aber negative Einflüsse zu minimieren.

 



Titelbild der Veröffentlichung: Methoden zur naturschutzfachlichen Konkretisierung der "Guten fachlichen Praxis" in der Landwirtschaft.

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PLACHTER, H., STACHOW, U. und WERNER, A. (2005):

Methoden zur naturschutzfachlichen Konkretisierung der "Guten fachlichen Praxis" in der Landwirtschaft.
Ergebnisse aus dem F+E-Vorhaben (FKZ 800 88 001) des Bundesamtes für Naturschutz

Naturschutz und Biologische Vielfalt 7
330 Seiten, 20,00 Euro
ISBN 3-7843-3907-7

Die Mindestleistungen der Landwirtschaft zum Schutz der Natur sind seit Jahren in der Diskussion. Hier einvernehmliche Lösungen zu finden ist unter anderem Auftrag des UNCED-Gipfels von Rio 1992, des Gipfels für nachhaltige Entwicklung von Johannisburg 2002 und - auf europäischer Ebene - der 2010-Initiative. Auch das Bundesnaturschutzgesetz legt Grundsätze fest. Das nunmehr abgeschlossene Forschungs- und Entwicklungsvorhabens:

Naturschutzfachliche Konkretisierung der "Guten fachlichen Praxis´ in der Landwirtschaft" legt richtungsweisende Methoden zur Ausgestaltung und Realisierung der "Guten fachlichen Praxis" in der Landwirtschaft vor. Sie wurden von zwei renommierten Forschungsinstitutionen des Naturschutzes und der Landwirtschaft gemeinsam entwickelt und werden die kontrovers geführten Diskussionen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft über die "Gute fachliche Praxis" weiter versachlichen.

Mit den vorgeschlagenen Verfahren werden Möglichkeiten angeboten, die Rahmenvorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 5 Absatz 4) standortgerecht und lokal umzusetzen. Die Anwendbarkeit der Methoden wurde in zwei Testräumen praktisch erprobt. Weitere notwendige Schritte zur Implementierung der "Guten fachlichen Praxis" auf europäischer, Bundes- und Länderebene werden präzisiert. Das vorliegende Heft ist somit auch ein wesentlicher Beitrag zur Neuorientierung der europäischen Landwirtschaftspolitik im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.



Titelbild der Veröffentlichung: Agrarumweltprogramme und Vertragsnaturschutz weiterentwickeln.

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GÜTHLER, W. und OPPERMANN, R. (2005):

Agrarumweltprogramme und Vertragsnaturschutz weiterentwickeln.
Mit der Landwirtschaft zu mehr Natur. Ergebnisse aus dem F+E-Vorhaben "Angebotsnaturschutz" des Bundesamtes für Naturschutz

Naturschutz und Biologische Vielfalt 13
226 Seiten, 20,00 Euro
ISBN 3-7843-3913-1

Mit den freiwilligen Vereinbarungen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz werden wichtige Erfolge erzielt: Landwirte haben in Sachen Landschaftspflege berufliche Perspektiven entwickelt, in der Kulturlandschaft konnten Arten und Lebensräume in einigen Regionen gesichert werden. Dennoch ist gerade bei den Tier- und Pflanzenarten der offenen Feldflur nach wie vor ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Aus diesem Grund regte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Analyse erfolgreicher Ansätze zur Integration von mehr Arten- und Biotopschutz in den Förderprogrammen von Landwirtschaft und Naturschutz an. In dieser Analyse wurden mehr als 90 erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft aus dem In- und Ausland ausgewertet. Ziel ist eine konkrete Hilfestellung und praktikable Vorschläge für die Weiterentwicklung der Agrarumweltprogramme und des Vertragsnaturschutzes.

Das Projekt "Angebotsnaturschutz - Agrarumweltprogramme und Vertragsnaturschutz weiter entwickeln" liefert nun die Bausteine, wie das Instrumentarium der Agrarumweltprogramme und des Vertragsnaturschutzes fit für die Zukunft gemacht werden kann. Die Förderung und Entwicklung von Biodiversität in der Kulturlandschaft wird zum elementaren Bestandteil der Agrarumweltprogramme. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die öffentlichen Mittel für die landwirtschaftlichen Umweltförderprogramme gestärkt werden.

Dazu gibt es aus dem In- und Ausland gut funktionierende Beispiele, die in dem vorliegenden Band beschrieben und aufbereitet sind. In der Gesamtheit flächendeckend umgesetzt können sie eine Trendumkehr des Rückgangs von Pflanzen- und Tierarten in der Agrarlandschaft bewirken.



Titelbild der Veröffentlichung: Naturschutz und Landwirtschaft: Kriterienkatalog zur "Guten fachlichen Praxis".

vergriffen

KNICKEL, K., JANSSEN, B., SCHRAMEK, J. und KÄPPEL, K.  (2001):

Naturschutz und Landwirtschaft: Kriterienkatalog zur "Guten fachlichen Praxis".

Schr.R. f. Angewandte Landschaftsökologie 41
152 S., vergriffen
ISBN 3-7843-3712-0

Gute fachliche Praxis wurde bisher  von Naturschutz und Landwirtschaft unterschiedlich angesehen. Vor dem Hintergrund der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes ist eine eindeutige und verbindliche Bestimmung des Begriffes unerlässlich. In dem Bericht des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Entwicklung eines naturschutzfachlichen Kriterienkataloges zur Bewertung der guten fachlichen Praxis (GfP)" sind wissenschaftliche Grundlagen für eine Konkretisierung der GfP zusammengetragen worden, um den Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft kontruktiv weiterzuführen und in neue Bahnen zu lenken.

Der Kriterienkatalog soll den Erkenntnisstand über die direkten und indirekten Einflüsse der Landwirtschaft auf den Bestand und die Veränderungen von Flora und Fauna sowie ihren Lebensräumen widerspiegeln. Mit Querverweisen auf die Ergebnisse einschlägiger Untersuchungen werden einzelne Anforderungen und Kriterien aus den Bereichen Biotopschutz, Biotopverbundsysteme sowie Bodenschutz, Düngung und Pflanzenschutz ausführlich begründet. Empfehlungen zur Umsetzung der Ergebisse schließen den Bericht ab. Überprüft werden die bestehenden Gesetze und Verordnungen hinsichtlich der darin genannten naturschutzrelevanten Vorgaben an die GfP. Diskutiert werden der Reglungsbedarf und die Reglungsmöglichkeiten. Weitere Ansätze, die für die Umsetzung einer naturschutzgerechten GfP von Bedeutung sind, wie Raumordnung und Landschaftsplanung, Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) , Umweltinformation und Beratung sowie Agrarförderung, Bewirtschaftungsbeiträge und Vertragsnaturschutz werden kritisch beleuchtet.



Titelbild der Veröffentlichung: Naturschutz in der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK)

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KASPERCZYK, N., KNICKEL, K., DOSCH, A., REHBINDER, E. und SCHMIHING, C. (2004)

Naturschutz in der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK).

Schr.R. f. Angewandte Landschaftsökologie 64
137 S.
ISBN 3-7843-3737-6

Die Integration von Natur- und Umweltaspekten ist im Rahmen der Neuausrichtung der Agrarpolitik und der Förderung der ländlichen Entwicklung von zentraler Bedeutung. Die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) stellt auf Bundesebene einen der wenigen Ansatzpunkte dar, um Fördermittel im Sinne neuer politischer Zielrichtungen zu steuern. In dieser Studie wird gefragt, inwieweit sich die GAK zur Integration von Naturschutz- und Gewässerschutzanliegen als zentrales Förderelement einer natur- und landschaftsverträglichen Landnutzung eignet und Anwendung findet.

Den Ausgangspunkt für die Sudie stellt eine Status-quo-Analyse der gesetzlichen Grundlage sowie der derzeitigen Förderpraxis dar. Nach einer Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen folgt eine vertiefende Bewertung der aktuellen Fördertatbestände aus naturschutzfachlicher Sicht. Anhang der festgestellten (Umsetzungs-) Defizite werden Empfehlungen zur inhaltlichen und strategischen Weiterentwicklung der GAK und der einzelnen Fördermaßnahmen erarbeitet, die inhaltlich relevant für die Bundesebene (BMU, BMVEL), aber auch für die Länderebene sind. Einzelne naturschutzfachlich begründete Empfehlungen werden im Hinblick auf den gesetzlichen Rahmen der GAK und deren Realisierbarkeit aus juristischer Perspektive exemplarisch behandelt.

Im letzten Teil werden strategische Optionen für die zukünftige Entwicklung der GAK diskutiert. Auf die Möglichkeit einer neuen Gemeinschaftsaufgabe "Integrierte Entwicklung des ländlichen Raumes" und die aktuelle Föderalismusdiskussion mit dem Ziel einer Entflechtung der Bundes- und Landeskompetenzen wird hierbei Bezug genommen.

Letzte Änderung: 14.06.2011

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